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Archiv BILD & SZENE 5


Der Bund der Szenografen führte gemeinsam mit den Meininger Museen vom 21. Oktober 2007 bis zum 30. März 2008 im Schloss Elisabethenburg und im Theatermuseum in Meiningen zum 5. Mal die Ausstellung Bild und Szene durch.

Gezeigt wurden Arbeiten von 77 Bühnen-, Szenen- und KostümbildnerInnen für Theater, Film, Fernsehen und Puppentheater im deutschsprachigen Raum aus dem Zeitraum 2002 - 2007, die im April 2007 von einer Jury ausgewählt wurden.

Die Ausschreibung für Bild und Szene 5 endete am 31. März 2007.
In der Jury saßen Margit Bárdy, Kristina Biedermann, Prof. Helmut Brade, Eberhard Keienburg, Isabelle Krötsch, Hendrik Kürsten, Anja Mikolajetz, Anna Paterok, Günther Petzoldt, Volker Pfüller, Prof. Peter Schubert und Christian Werdin.

 

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Theater als kollektive Kunst hat einen direkten Bezug zur Welt außerhalb es Theaters. Unmittelbarer als andere Kunstformen reagiert es auf gesellschaftliche Veränderungen und drängende soziale Themen, zumal dann, wenn diese häufig als krisenhaft empfunden werden und der Eindruck entsteht, dass etablierte Strukturen nicht mehr tragen. Theater ist hiervon in zweifacher Weise betroffen: Als ein auf öffentliche Gelder und ein interessiertes sowie zahlungsfähiges Publikum angewiesenes Unternehmen ist es selbst von den ökonomischen Prozessen erfasst. Als Kulturinstitution steht es vor der Aufgabe, künstlerische Ausdrucksformen für diese Realität zu finden und letztlich die Notwendigkeit von Theater stets neu unter Beweis zu stellen.
In diesem Kontext ist jede Produktion als Ausdruck ihrer Zeit lesbar, als eine wie auch immer geartete Form der Auseinandersetzung mit der gesellschaftlichen Realität.

"Bild und Szene" geht der Frage nach, welche Zeichen und Ausdrucksformen der Szenograf für die in stetigem Wandel befindlichen Realität findet. Wie schafft er es, in einer Welt, die überflutet ist mit visuellen Botschaften, neue, prägnante Zeichen und Symbole zu entwickeln, die auch für die heutige Zeit lesbar sein müssen? Vor welche Herausforde-rungen stellen neue Räume, ungewöhnlich Orte den Bühnen- und Kostümbildner?
Schließlich: Was bringt Bühnenbildner dazu, trotz oder gerade wegen der immer schwierigeren Voraussetzungen ihres Metiers weiter dem Traum des Theaters zu folgen und worin sehen sie den Sinn und die Aufgabe des Theatermachens in unserer Zeit?

"Bild und Szene 5" machte den mitunter mühevollen, manchmal widersprüchlichen, immer aber kommunikativen und kooperativen Weg von der Idee über Skizzen, Entwürfe und Modelle bis zum fertigen räumlichen Resultat, zum fertigen Theaterkostüm sichtbar und erlaubte einen Eindruck von den Bühnen- und Kostümwelten der letzten Jahre.

Als neuer Bestandteil wurde ein Hochschulprogramm integriert, das den szenografisch ausbildenden Hochschulen ein Forum zum Austausch untereinander und eine Plattform zur Präsentation der studentischen Arbeiten bot.
Ein künstlerisches Rahmenprogramm mit darstellenden Künstlern rundete die Veranstaltung ab.

Der Katalog zur Ausstellung ist über den Bund der Szenografen erhältlich.

 

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