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Projekte ARBEITSPLATZ: THEATER – UMBRUCH UND AUFBRUCH
 


Mitglieder des Bundes und Gäste zeigen aktuelle Arbeiten
und thematisieren ihren Arbeitsplatz.

In den Fluren und im Ratssaal des Rathauses Lichtenberg
werden Theaterplakate von Bühnenbildnern aus der Sammlung
des Bundes gezeigt.

03.09. bis 09.10.09
Mo. bis Fr. 10.00 bis 18.00

Ratskeller Lichtenberg,
Möllendorffstraße 6
10367 Berlin

Eröffnung am 02.09.09, 19.00 Uhr

 

Steht da nicht zum wiederholten Mal die Frage: Lässt sich
ein Bühnenbild „ausstellen“ wie ein Gemälde, eine Skulptur?
Wählen wir einen anderen Aspekt und lassen den Arbeitsplatz
zum Objekt werden. Nichts ist vollendet, alles in Bewegung.
Das Resultat, die Aufführung auf der Bühne als wirkliches
Ergebnis unserer Bemühungen wird ausgeblendet.

Plakat
  Was wir zeigen, ist der steinige Weg dorthin. Also unser Arbeitsplatz beschreibt eine Momentsituation. Zum Zeitpunkt x ist die Arbeit so und so weit fortgeschritten. Dieser Stand wird im Ausstellungsobjekt festgehalten.


 Susanne JuraFrank Hänig
 


links: Susanne Jura, Bauchrednerpuppe für den Zaubermeister in „Tamba und Maija“ (Märchen von S. Jura)
rechts: Frank Hänig, „Terra Baixa“, Guimerà Theatro Romea 04/2009 (Marta kehrt heim ins Tiefland)

  Bri NeweselyStefan WielMartin Rupprecht
 


links: Bri Newesely, „Undine geht/Desafinados“ (nach Ingeborg Bachmann) Teatro Florencio Sánchez, Montevideo/ Uruguay 2001
Mitte: Stefan Wiel, „Die Umsiedlerin“ (Heiner Müller) Landesbühnen Sachsen 2009
rechts: Martin Rupprecht, „Der Weltuntergang“ (Jura Soyfer), Museum Gunzenhauser Chemnitz 2008

 


Eng mit diesem Arbeitsplatzgedanken verbunden sind natürlich inhaltliche und formale Überlegungen. Dabei gibt es viele Faktoren, die eine Rolle spielen. Bei unserer Ausstellung soll ganz speziell der Zeitpunkt sein, also wie denke ich über eine Sache genau dann, wenn ich meinen Arbeitsplatz zum Ausstellungsobjekt erkläre.
Der Herbst 2009 ruft Erfahrungen, Erinnerungen, Erkenntnisse hervor, die in irgend einer Weise mit dem 20. Jahrestag des Mauerfalls in Verbindung stehen. Gesellschaftliche und private Umbrüche fließen in die Arbeit ein. Wie hat diese Zeit persönliche Entwicklungen beeinflusst? Die Antworten fallen individuell sehr unterschiedlich aus. Die Objekte reichen über das Theater hinaus und zeugen von der Vielfältigkeit unseres Berufes, unseren Möglichkeiten, Träumen, Erfolgen und Enttäuschungen.

Die Ausstellung im Ratskeller Lichtenberg soll eine Gelegenheit sein, darüber ins Gespräch zu kommen.

Horst-Werner Schneider / Stefan Wiel

 

  Juan LéonMatthias Kulcke
 


links: Juan Léon, „Die Irre von Chaillot“ (Jean Giraudoux), Theater Heilbronn 2008
rechts: Matthias Kulcke, Projekt „Zollzaunbrücke“

  Anja Mikolajetz
 


Anja Mikolajetz, „Alice“ nach Lewis Carroll, Theater der Jungen Welt Leipzig 2009