Georg Burger: Abschlussarbeit über den Theaterbau der Zukunft – wer gestaltet den Aufführungsort?
Wer entscheidet wie ein Aufführungsort gebaut wird?
Georg Burger, Szenograf und Alumnus der Weiterbildung Theatermanagement, untersucht in seiner Abschlussarbeit an der LMU, wie Bauprozesse von Theatergebäuden künstlerische Möglichkeiten prägen. Seine Arbeit „Theaterbau der Zukunft versus Realität der Gegenwart“ definiert den Aufführungsort über die Bühne hinaus als gemeinsamen Raum von Publikum und Darstellenden.
Anhand zweier aktueller Bauprojekte, dem Münchner Volkstheater und dem Theater Heidelberg, untersucht die Arbeit, wie Entscheidungsprozesse beim Theaterbau ablaufen. Im Fokus stehen dabei die Phasen der Bedarfsanalyse, Ausschreibung und Umsetzung sowie die Frage, wie intensiv künstlerische Leitungen, technische Direktionen, Architekt*innen und Politik miteinander kommunizieren. Die Arbeit untersucht, welche Folgen das für Flexibilität, Nutzung, künstlerische Freiheit und damit das Theatererlebnis hat und verweist darauf, welche kulturpolitisch aktive Rolle Szenograf*innen bei der Gestaltung und Entwicklung von Aufführungsorten spielen können.
Die Arbeit steht hier zum Download zur Verfügung.
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Zur Person
Georg Burger ist freiberuflicher Bühnen- und Kostümbildner, studierte Szenografie sowie Kunstwissenschaft, Philosophie und Malerei an der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe. Zahlreiche freie Projekte und Lehrtätigkeiten wie zum Beispiel an der HfG Karlsruhe und am ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie. Seit 2013 bildet er gemeinsam mit dem Regisseur Stephan Beer das Autorenteam Beer/Burger. Als Stipendiat des Szenografie-Bunds hat er die Weiterbildung Theatermanagement der LMU München absolviert.
Abbildung: Theater Heidelberg, Waechter Waechter Architekten, Fotos: Thomas Ott