Szene im Gespräch



  • Stefan Morgenstern studierte Architektur in Braunschweig und Stuttgart. Nach Diplom (1989) und Assistenzzeit u.a. an der Staatsoper Stuttgart arbeitet er seit 1993 als freier Bühnen - und Kostümbildner. Einen Schwerpunkt seiner Theaterarbeit bildet der Bereich Tanztheater/Ballet, aber auch im Bereich Oper und Schauspiel arbeitet er im In- und Ausland an großen Häusern und auch an kleineren Theatern und für Off-Produktionen. Schon während des Studiums und in mehreren freien, experimentellen Produktionen beschäftigt er sich häufig mit Themen wie Bewegung im Raum – Raum in Bewegung, Musik und Raum - klingender Raum, Interaktion und Improvisation. 1996 war er zur Vertiefung dieser Themen Stipendiat an der Akademie Solitude Stuttgart. Die Produktion „Eine Winterreise“ mit Daniela Kurz und dem Tanztheater Nürnberg erhielt 2000 den Bayrischen Theaterpreis. Die Produktion GENOVEVA erhielt in der Kritiker-Umfrage der Zeitschrift Opernwelt im Jahrbuch 2011 eine Nominierung in der Kategorie - ,Bühnenbild/Ausstattung des Jahres‘. Weitere Produktionen wurden für den IINTHEGA „Neuberin“ Preis (Tourneetheater) und für den Monika Bleibtreu Preis der bundesweiten 9. Privattheatertagen 2020/2021 nominiert. Stefan Morgenstern ist verheiratet und hat einen Sohn. Er lebt und arbeitet in Stuttgart.


    www.stefan-morgenstern.com
    Foto © Ulrike Beckmann-Morgenstern
     

    22 Stefan Morgenstern



  • Sobald ein Stück durch die Köpfe und Hände eines Regieteams fließt, beginnt die Interpretation. Ob man als Bühnenbildner eine Aussage machen soll, kann ich also nur so beantworten, dass diese Aussage ganz unweigerlich entsteht, wenn ich den ersten Strich in mein Notizbuch zeichne und das erste Stück Pappe in das Modell setze. Das widerspricht sich aber für mich nicht mit dem Gedanken der Werktreue, denn ich will dem Werk ja so treu wie möglich sein, in dem ich versuche, seine für mich ganz persönliche Essenz herauszufiltern. Überhaupt geht es bei meiner Arbeit immer darum, alles Unnötige wegzulassen. 

    21 Alexandre Corazzola



  • "Aufgrund meiner Ausbildung als Künstler-Technologe, tendiere ich zu komplexen, sich transformierenden Bühnenbildern. Gleichzeitig habe ich aber auch viel Erfahrung mit Kammerbühnen, wo man mit einem Minimum an Möglichkeiten auskommen muss.

    Ich arbeite nicht in einem bestimmten Stil. Mich interessiert es, Verschiedenes auszuprobieren. Ich versuche immer vom literarischen oder musikalischen Material, vom Stück auszugehen und Räume zu finden, in denen die jeweilige Geschichte am interessantesten ist."

    20 Viktor Schilkrot RU



  • Ein Bühnenraum ist für mich ein Möglichkeitsraum. Ich möchten einen Rahmen schaffen und eine Setzung machen, innerhalb dieser sehr viel möglich ist, an Aneignungen, Assoziationen, Spielweisen und an theatraler Aufladung.

    19 Kerstin Laube



  • Eloise ist seit 5 Jahren im Bereich der darstellenden Künste tätig. Ihre Arbeitsbereiche sind vielfältig und vielseitig. Sie arbeitet als Kostümbildnerin, Schneiderin, Malerin und Maskenmacherin in ihrem eigenen Atelier für freie Kompanien. Gleichzeitig wird sie regelmäßig von der Oper Lyon in der Kostüm- und Requisitenwerkstatt engagiert unter anderem als stellvertretende Assistentin der Kostümleitung.

    18 Eloise Simonis FR



  • "Jede Epoche hat neue Probleme. Und diese Stücke sind dann wieder frei von Erwartungen. Allerdings gibt es wirklich diese klugen Stücke, deren Sprache ich, auch mit großem Abstand, immer wieder spannend fnde. Ich mag es auch, diesen Stücken einen neuen Rahmen zu geben, durch aktuelles Zeitgeschehen erhält man sie lebendig. Theaterstücke sind immer eine Spiegelung des Zeitgeistes."

    17 Marlit Mosler



  • Eckhard Reschat wurde 1963 in Neumünster in Schleswig-Holstein geboren und lebt seit 1990 in Berlin.An der Muthesius Kunsthochschule in Kiel absolvierte er ein Grafikstudium bei Fritz Bauer und Ekkehard Thieme und kam 1988 über die Plakatgrafik zum Theater. Es folgten eine mehrjährige Assistenzzeit an großen Opern- und Schauspielhäusern des In- und Auslands und ein einjähriger Arbeits- und Studienaufenthalt in Brüssel. Ab 1992 war er für zwei Jahre Assistent des Ausstattungsleiters am Deutschen Theater Berlin. Seit 1994 arbeitet er als freischaffender Bühnen- und Kostümbildner in Deutschland, Öster-reich und der Schweiz und ist Lehrbeauftragter im Fachbereich Bühnenbild der Kunsthoch-schule Berlin-Weißensee.

    16 Eckhard Reschart



  • Mit RAGTIME an der Oper Graz erhielt Mathilde Grebot 2019 gemeinsam mit allen Mitwirkenden den ÖSTEREICHISCHEN MUSIKTHEATERPREIS für die beste Gesamtproduktion im Bereich Musical. Da sie mehr über Arbeitsbedingungen von Kostüm- und Bühnenbildner*innen weltweit erfahren will, hat sie die "Interviewreihe international" initiiert und hierfür zusammen mit Jakob Knapp einen Fragenkatalog entwickelt.

    15 Mathilde Grebot



  • Die Welt der Bilder hat mich früh fasziniert. Alles was visuell aufregend war hat mich angesprochen, ich bin immer gerne in Museen gegangen, habe in meiner Jugend mit Graffiti angefangen und war lange in der Graffitiszene aktiv, fand verquere Sammelsticker toll, Bildbände von den Palästen Venedigs, Walt Disneys LUSTIGE TASCHENBÜCHER mit eigenen Fassungen von AIDA, HAMLET und DER FLIEGENDE HOLLÄNDER, die verrückte grafische Gestaltung der Skateboardszene und die seltsam narrative Bildsprache von Musikvideos. 

    14 Sebastian Hannak



  • Ein Bühnenbild kann meiner Meinung nach nie besser als die Inszenierung sein. Es soll eine gute Inszenierung werden und das wird nur geschehen, wenn sich die Intentionen aller Beteiligten ergänzen und befördern. 
     

    13 Martin Fischer



  • Die Verbindung der verschiedenen Kunstformen im Theater gefiel mir als Teenager sehr, dass es einen mitgenommen hat, aber unvorhersehbarer als im Kino...

    12 Hendrik Scheel



  • Ich bin Synästhetin: Wenn ich Musik höre, Zahlen lese, Buchstaben lese, Stimmen höre etc. sehe ich Farben. Das ist neurologisch bei mir so angelegt. Sozusagen ein ständiger LSD-Trip...

    11 Miriam Grimm



  • Für mich ist Theaterarbeit immer Teamarbeit.
    Diese ist nicht mit „Harmonie“ zu verwechseln,
    ich liebe den Streit um die Sache, die kreative
    Auseinandersetzung. Die Voraussetzung dafür
    ist für mich al lerdings gegenseitige Akzeptanz,
    Offenheit und Wertschätzung, und auch eine
    gehörige Portion Vertrauensvorschuss, fal ls man
    zum ersten Mal miteinander arbeitet. 
     

    10 Marcel Keller



  • Das Zusammenspiel der Disziplinen und die Möglichkeit, die Sinne auf vielfältige Art anzusprechen, ist ein wichtiger Impuls für meine
    Arbeit. Zudem gehört Theater zu den flüchtigen, temporären Kunstformen und kann dadurch im besten Fall so zu einer der innovativsten werden...

    09 Oliver Proske



  • Ich bin zufällig zum Theater gekommen. In der DDR gab es für Leute, die sich dem geraden staatstreuen Weg verweigerten, nur wenige Möglichkeiten...

    08 Christian Werdin



  • In diesem Zusammenhang muss ich jetzt mal was sagen, was mir auch total wichtig ist: die Loyalität innerhalb des Teams. Für die Zeit der Produktion arbeitet man so eng zusammen, dass man sich da vertrauen sollte und die Arbeit des anderen schützen...

    07 Annette Mahlendorf



  • Am Theater darf ich Kind sein ohne kindisch zu sein. Ich darf mich aufs Äußerste erhitzen, den Weltuntergang heraufbeschwören, ohne Konsequenzen, da es ja „nur“ Theater ist. Mit größter Ernsthaftigkeit kultivieren und beleben wir den Spielplatz des Intellekts und der Körperlichkeit...

    06 Gregor Sturm



  • Ich experimentiere gerne, soweit mir dies von der Technik, dem Etat und den Zusammenhängen ermöglicht wird. Doch experimentieren ist ein Privileg. Oft muss ich improvisieren und aus den Gegebenheiten das Beste herausholen.

    05 Andrea Riedel



  • Zum Theater bin ich durch Menschen gekommen. Meine Schwester Esther Frommann ist Bühnen- und Kostümbildnerin. Mich hat als Kind ausschließlich interessiert, dass sie Kostüme macht...

    04 Judith Adam



  • Ich gestehe, ich mag den schwarzen Kasten sehr, dieser Fokus mit Licht und Perspektive, in Raumbühnen und Installationen kann man allerdings ganz andere Dinge und politisch intensiver erzählen...

    03 Kerstin Junge



  • Am Theater liebe ich das Temporäre und Unmittelbare...

    02 Katrin Wittig



  • Ich stamme nicht aus einem Theaterhaushalt, aber meine Eltern sind begeisterte Opernfans. Fast an jedem Wochenende fuhren sie in irgendein Opernhaus, und ich musste immer mit. Ich glaube, seit ich etwa 4 Jahre alt war. Erst fand ich das doof, aber irgendwann habe ich das geliebt...

    01 Barbara Blaschke