Ohne uns gibt es Nichts zu sehen!


Szenografie-Bund startet Kampagne für mehr Sichtbarkeit von Szenograf*innen und deren Arbeit




Wir, Akteur*innen der Szenografie im Kostüm- und Bühnenbildbereich, Video- und Lichtdesign und Puppengestaltung, starten die Kampagne #ohneUnsGibtEsNichtsZuSehen

 

WARUM DIESER SLOGAN? WAS MACHEN SZENOGRAF*INNEN? 

Im Zusammenspiel mit der Darstellung durch Wort und Spiel, Tanz und Musik geben wir Bedeutung, lenken Wahrnehmung, erzeugen Emotionen, wecken Assoziationen, schaffen Welten und entführen durch Raum und Licht, Figur, Farbe und Form. Ohne unsere Konzepte und Erfindungen für die visuellen Elemente der Bühne, des Lichts und der Darsteller*innen wäre Theater nicht, was es ist. Trotz alledem bleiben wir als Erschaffer*innen dieser Welten oft unsichtbar, indem wir bei Veröffentlichungen unserer Werke in den Medien der Presse oder der Öffentlichkeitsarbeit nicht genannt werden.

 

WARUM WOLLEN UND SOLLTEN WIR BENANNT WERDEN?

Weil unsere Arbeit grundlegend für das Verständnis eines Theaterabends ist, weil wir als Künstler*innen Urheber*innen sind und unsere Karriere nicht zuletzt durch unsere Sichtbarkeit aufbauen.

 

WAS KÖNNEN THEATERAKTEUR*INNEN ÄNDERN?

Als Vertretung des Berufsstandes lädt der Szenografie-Bund die Abteilungen für Öffentlichkeitsarbeit am Theater und im Fachjournalismus ein, folgenden Forderungen Aufmerksamkeit zu schenken:

  • Nennen Sie alle Beteiligten des künstlerischen Teams bei Veröffentlichungen in Zeitungen und Fachzeitschriften, auf Flyern und Plakaten, in Programmheften, auf Websites, in Social Media und generell unter Fotos, die ihre Arbeit abbilden.
  • Beteiligen Sie künstlerische Teams bei der Produktion von Werbematerial.
  • Fragen Sie uns, wir können Spannendes erzählen!

 

Liebe Kolleg:innen, wir laden euch ein, euren Beruf und eure Werke mehr zu kommentieren und zu erklären. Macht euch sichtbar und zeigt auf, wenn ihr vergessen werdet, denn…

#ohneUnsGibtEsNichtsZuSehen


Szenografie-Bund, Juni 2023